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18.05.2020
Lebenspoesie

„In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken.“ Und fein säuberlich sind Herzchen in jede Ecke gemalt.

Poesiealben waren in meiner Schulzeit sehr beliebt. Fester Einband, die Seiten manchmal in rosa oder sogar mit Goldschnitt. Vor allem die Mädchen hatten welche. Und „Ach du Schreck!“ irgendwann kamen die damit an: „Hier. Kannste mal was reinschreiben!“

Und dann musste man sich irgendeinen Sinnspruch überlegen und den dann in Schönschrift ins Album übertragen. Für mich war das eine extreme Herausforderung. Ich kann Schönschrift nur am Computer. Und den gab‘s damals noch nicht.

Mein Standartspruch fürs Poesiealbum war: „Es gibt nichts Gutes - außer man tut es.“

Natürlich habe ich auch geschaut, was die anderen so reingeschrieben haben:

„Allemal und überhaupt - kommt es anders als man glaubt.“

oder:

„Gut zu sein bedarf es wenig. Doch wer gut ist, ist ein König.“

Es gibt Sprüche, die können tatsächlich hilfreiche Begleiter sein, Lebensmaxime, Ratgeber.

Ich hatte kein Poesiealbum. Sie wissen schon, mit der Schönschrift hapert es bei mir. Aber von den vielen Sprüchen ist mir einer besonders wichtig:

„Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu!“

Diese sogenannte Goldene Regel stammt aus der Bibel, könnte aber auch in jedem Poesiealbum stehen. Ein göttlicher Auftrag für uns Menschen. Völlig simpel und zugleich genial.

Gut, wenn wir uns das in jede Ecke unseres Herzens schreiben:

„Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu!“

Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer in Magdeburg


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