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03.02.2017
Luther essen

Neulich abend haben wir Luther gegessen. Und getrunken. Zur Einstimmung auf das Jubiläumsjahr der Reformation hatten wir hier in Wittenberg die Idee, einmal alle Produkte zu probieren, die inzwischen mit dem Namen „Luther“ werben. Lutherbrot, Lutherkuchen, Lutherkekse, Luthernudeln, Lutherbier, Lutherschnaps und Lutherwein. Bei uns im Supermarkt gibt es inzwischen einen Extra-Stand nur mit Lutherprodukten. Es werden sicher noch mehr.
In Wittenberg angebaute Luthertomaten gibt es gerade nicht, es ist nicht die Zeit dafür – mal abgesehen davon, dass die Tomate zu Luthers Zeiten noch gar nicht nach Europa gekommen war. Aber auch mit den Luther-Plätzchenformen kann man sehr schöne Sachen machen. Es war ein sehr lustiger Abend und wir sind alle satt geworden.
Man kann sich über diese Art der Vermarktung aufregen. Aber eigentlich passt sie gar nicht schlecht zu Martin Luther, von dem wir wissen, dass er sehr gerne gut gegessen und getrunken hat. Rund um den großen Tisch im Lutherhaus gab es dann nicht nur das Essen, für das seine Frau Katharina sorgte, sondern auch die berühmten „Tischreden“. Gedanken, Weisheiten und manchmal auch ziemlich derbe Witze. Alles das ist aufgeschrieben worden von denen, die damals dabei waren. Wenn man die Tischreden heute liest, dann denkt man: Martin Luther war nichts Menschliches fremd. Er war ein Mensch, der Gott liebte – aber auch das Leben mit all seinen Freuden. Es hätte ihm bei uns am Tisch bestimmt gefallen, bei Lutherbrot und Lutherwein.

Genießen Sie diesen Tag!
Ihre Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg


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