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03.02.2017
Verloren

Ich habe ihn schon tausendmal verloren. Irgendwo in einem fremden Computer steckenlassen, in der Handtasche vergraben und natürlich – der Klassiker - in irgendeine Hosentasche gesteckt und vergessen. Neulich lag er sogar sauber wie nie unten in der Waschmaschinentrommel. Ich weiß jetzt, dass USB-Sticks, diese kleinen Speicherdinger, problemlos bei 40 Grad gewaschen werden können.
Und ich habe mittlerweile so eine Art Vertrauen zu diesem kleinen Ding entwickelt. „Er wird schon irgendwo sein“, denke ich, wenn er wieder mal weg ist. „Ich finde ihn bestimmt wieder.“ Bisher war es immer so. Und trotzdem freue ich mich jedes Mal darüber.
In der Bibel gibt es mehrere Geschichten von verlorenen Dingen. Natürlich keine USB-Sticks, die gab es ja damals noch nicht. Auch keine Schlüssel. Münzen, Schafe und Söhne gehen in der Bibel verloren - und werden wiedergefunden. Alle diese Geschichten erzählen von der Mühe, mit der man etwas sucht, das verloren gegangen ist. Und vor allem von der großen Freude, wenn es dann wieder da ist.
So ist es mit auch Gott, sagen diese Geschichten. Gott hat alle Menschen in seinem großen Herzen, egal, wo sie sich gerade herumtreiben. Er denkt an sie und fragt sich, wo sie wohl gerade sind. Gott vertraut darauf, dass sie schon wieder auftauchen werden. Und seine Finder-Freude ist noch viel größer als meine.

Finderfreude wünscht Ihnen heute
Pfarrerin Kathrin Oxen aus der Lutherstadt Wittenberg


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