09.07.2019
Raus aus der Hetzerei

Na, sind Sie auch schon auf dem Sprung heute morgen? Gleich hetzen Sie wieder von einem Termin zum anderen und haben dennoch das Gefühl, dass Sie hinter der anstehenden Arbeit hinterherbleiben. Abends völlig erschöpft. Am nächsten Tag geht´s so weiter. Wie in einem Hamsterrad. Und trotzdem lieben sie Ihren Beruf, stimmt´s?

Dass man in seiner Tätigkeit aufgeht, ist wunderbar. Aber Menschen, die für ihren Beruf brennen, die brennen auch leichter aus.

Und es ist völlig klar, dass man das Tempo nicht ewig halten kann und man das irgendwann einmal bezahlt: meistens mit der Gesundheit. Manchmal auch mit einer Beziehung, die in die Brüche geht.

Ich glaube, dieses „ununterbrochen für den eigenen Beruf zur Verfügung stehen“, auch die ständige Erreichbarkeit, das hat nicht nur mit den Anforderungen von außen zu tun: Wie z.B. für die Handwerksbetriebe, die die vielen Aufträge wegen Personalmangel kaum noch bewältigen. Es hat auch mit mir zu tun, mit meinem Anspruch an mich selbst. Dass ich den Ehrgeiz habe, alles zu schaffen, was eigentlich nicht zu schaffen ist.

Die Bibel sagt: Das ist auch eine Form von Überheblichkeit, von „sein wollen wie Gott“.

Der Apostel Paulus hat eine heilsame Erfahrung gemacht. Er hat verstanden: Gott ist in den Schwachen mächtig. Du musst nicht meinen, alles allein zu bewältigen. Du musst nicht die ganze Welt retten. Die Welt ist schon gerettet. Durch Christus. Du darfst auch nein sagen. Denn du bist Mensch. Und Gott ist Gott.

Mir ist das eine große Entlastung.

Die wünscht Ihnen auch Pfarrerin Christina Lang, Ev. Kirchengemeinde Naumburg


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