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29.10.2020
Verschwendung am Spartag

Als ich Kind war, hat meine Oma mir ein Sparbuch angelegt. Jedes Jahr hat sie etwas eingezahlt. Für später. Nach dem Studium konnte ich davon mein erstes Autokaufen.Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das hab ́ ich in meiner Kindheit oft gehört. Und gelernt habe ich: Man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man hat.Dann kam die Wende. Mein Vater nahm einen großen Kredit auf, um sich selbständig zu machen. Er konnte wochenlang nicht schlafen– die hohen Schulden ließen ihn schwindelig werden. Schulden zu machen war plötzlich nicht mehr ehrenrührig, sondern wirtschaftlich sinnvoll. Sehr gewöhnungsbedürftig.Und heute? Da ist die Rente doch nicht sicher. Und ich denke an später und lege zurück.Aber das letzte Hemd hat eben auch keine Taschen.Was bleibt am Ende?Wenn ich älter bin, will ich von dem zehren, was ich gespart habe, aber wahrscheinlich werde ich noch viel mehr von dem leben, was ich in vollen Zügen ausgegeben und genossen habe.„Spar deinen Wein nicht auf für morgen, sind Freunde da, so schenke ein“, singt Gerhard Schöne. „Leg, was du hast in ihre Mitte, durchs Schenken wird man reich allein“.Also, wie wäre das, wenn wir morgen, am Weltspartag, statt sparsam zu sein maßlos verschwenderisch wären: Komplimente geben, was das Zeug hält, Passanten anlachen, den Freund/ die Freundin mit Liebe überschütten?Verschenkt euch, mit vollen Händen und Herzen!Einen freigiebigen Tag wünscht Pfarrerin Christina Lang, Ev. Kirchengemeinde Naumburg


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