07.07.2019
Was der Vater nicht sagt

Manchmal macht man einfach das Falsche und kann es hinterher nicht mehr ungeschehen machen.

Wie der junge Mann z.B., der seine Eltern vorab um seinen Erbtteil gebeten hatte, um sich seine eigene Existenz aufzubauen. Das war gründlich schief gegangen. Er hatte zu gut gelebt, sich mit den falschen Leuten eingelassen, und dann kam zum Unglück auch noch Pech dazu.

Die Bibel erzählt so eine Geschichte. Sie erzählt auch, wie der Sohn klein mit Hut nach Hause kommt und wie der Vater reagiert.

Das Beste ist das, was der Vater dann alles nicht zu seinem Sohn sagt. Er sagt nicht: „Ich hab´s dir ja gleich gesagt“, und nicht: „An deiner Pleite bist du selber schuld“. Nein. Der Sohn kann sich sein Geständnis sparen. Denn schon als sein Vater ihn sieht, läuft er ihm entgegen und fällt ihm um den Hals.

Toll. Solche Väter und Mütter braucht man im Leben, oder?

Menschen, die mir verzeihen, die zu mir stehen trotz und mit den Fehlern, an denen niemand vorbeikommt in einem Leben. Ich weiß doch selbst: ich habe Mist gebaut. Ich schäme mich doch schon so bis in den Boden.

In der Bibel erzählt Jesus diese Geschichte und meint: So ist Gott. Wie dieser Vater. Wie solche Eltern, die dich einfach in den Arm nehmen,  wenn du gescheitert bist, und sagen: Gut, dass du wieder da bist. Sag jetzt nichts. Komm einfach her.

Wenn es doch auch unter uns öfter so sein könnte…

Einen barmherzigen Sonntag wünscht Ihnen Pfarrerin Christina Lang, Ev. Kirchengemeinde Naumburg

 


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