24.06.2019
Anhörung Tempolimit

Heute ist es soweit. Punkt 12 Uhr wird es im Petitionsausschuss des Bundestages um das Tempolimit gehen. Dann beginnt die Öffentliche Anhörung. Dafür haben 66.430 Menschen aus ganz Deutschland die Petition für ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen unterschrieben. Der Vertreter der evangelischen Kirche wird fünf Minuten haben, seine Argumente vorzubringen. Er wird auf die Opfer von Raserei aufmerksam machen und auf die Folgen des Klimawandels. Er wird das Nächstenliebe nennen und wird für ein Tempolimit plädieren. Danach wird eine Stunde diskutiert. Dann schlägt es 13 und die Abgeordneten widmen sich dem nächsten Thema.

Ich werde mir das von der Besuchertribüne aus anschauen. Ich werde in den Gesichtern der Volksvertreter lesen: Wirken sie nachdenklich oder sind sie bereits fertig mit dem Thema? Wird das Engagement der 66.430 Menschen belohnt oder enttäuscht?

Ich werde da oben auf der Tribüne ein stilles Gebet sprechen, ungefähr so: „Guter Gott, lass sie nicht nur ihre Aktendeckel öffnen, sondern ihre Ohren und Herzen. Schärfe ihr Bewusstsein, nicht nur sich selbst wichtig zu nehmen, sondern die Kompetenz der Bürger zu achten. Lass sie, was ihre Parteien vorgeben, nicht für das letzte Wort halten. Hilf ihnen, die Menschen zu sehen – die Opfer von Raserei und Klimawandel, dass sie sich anrühren lassen von dem Elend. Gib ihnen die Einsicht, was ihr Tun für Folgen hat, aber auch ihr Lassen. Und wenn es sein muss, lass sie über ihren Schatten springen.“

Das wünscht sich Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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