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09.08.2020
Berufung ist Pflicht

Er ist der absolute Wunschkandidat für die Stelle. Doch dann sagt er: Ich schaffe das nicht. Ich bin zu jung.
So reagiert ein Mann namens Jeremia. Die Bibel berichtet: Prophet sollte er werden. Gott hätte ihn berufen… Aber Gott gibt sich einfach nicht zufrieden, dass Jeremia sein Jobangebot ablehnt. „Du bist auserwählt“, sagt er ihm. „Schon vor der Geburt. Fürchte dich nicht. Ich nehme dich trotzdem.“
Jeremias Einwände werden einfach weggewischt. Als wäre er bloß zu bescheiden oder zu schüchtern. Irgendwie ärgerlich finde ich das.
Ich würde Gott gerne zurück fragen: Hättest du ihm nicht noch ein paar Jährchen geben können? Dass er seine Jugend genießen kann. Es ist später noch Zeit, um Prophet zu werden.
Denn mit Verlaub, Prophet, das ist ein Scheiß-Job. Der Prophet sieht die Dinge anders. Er ist Störenfried. Sein Gewissen herrscht über ihn und ständig verbrennt er sich den Mund. Das reibt einen auf.
Aber wo Fachkräftemangel ist in Sachen Frieden und Gerechtigkeit, da gilt kein zu jung oder zu alt. Gott findet sich mit dem Nein von Jeremia nicht ab. Das klingt hart. Doch es ist eben ein Hinweis, dass ich mich auch nicht rausreden kann, wenn es auf mich ankommt.
Keiner von uns kann vorher sagen, wann er gebraucht wird. Oder gerufen wird. Aber ich glaube, wenn die Gerechtigkeit ruft, dann bleibt keine Wahl. Wir müssen aufstehen und für das eintreten, was richtig ist. meint Pfarrer Gregor Heidbrink aus Apolda.


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