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07.09.2020
Corona-Kindergeld

Ab heute rollt der Rubel … also der Euro. So jedenfalls ist es angekündigt, ab heute soll der Corona-Kinderbonus ausgezahlt werden: Alle, die Kindergeld beziehen, bekommen pro Kind 300 Euro extra. Es sieht so aus, als stünden die Kinder im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ganz so wie Jesus auf dem Dorfplatz, der die Kinder in die Mitte holt – seht her, sie sind ein Segen, versucht einmal zu denken wie Kinder, so zu fühlen, so geradlinig, offen, das Herz auf der Zunge. Darüber rede ich mit einer Mutter und sage: „Ist doch gut, dass die Politik endlich einmal an die Kinder denkt.“

„Denkste“, antwortet sie da. „Klar gibt es Leute, die das Geld gut brauchen können, wenn da eine Rechnung liegt, die bezahlt werden muss, aber die Kasse klamm ist. Aber ich“, sagt sie, „ich brauche das Geld nicht wirklich. Hätte die Politik etwas für Kinder tun wollen, dann …“. – „Ja, was dann?“ „Na bestimmt nicht, dass die Eltern einkaufen gehen. Ein paar Kinderkrankentage mehr wären hilfreich. Wenn Kinder krank sind, brauchen sie Eltern zu Hause. Und gut wäre, wenn sie dann nicht Lohneinbußen hätten und Urlaubstage dafür draufgehen lassen müssen, den Urlaub sollen sie nämlich mit den Kindern verbringen.“ Nur ein Beispiel.

Und eine klare Ansage. Da kommen die Politiker oft erschöpft aus ihren Sitzungen und verkünden ihre Ergebnisse. Aber wer etwas für Kinder tun will, der muss sie in die Mitte holen, die Eltern dazu – muss reden, was sie wirklich brauchen, zuhören, geradlinig und offen das Herz.

Auf mehr Kinder- und Bürgerbeteiligung hofft Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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