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08.09.2020
Hunger

In Bahnhöfen und auf Bahnsteigen stehen mitunter Automaten … da steckt man einen Euro rein, dann spucken sie eine kleine Tüte Gummibärchen, eine Flasche Wasser oder einen Müsliriegel aus. Daneben sehe ich ein großes Werbeplakat. Abgebildet ist ein Müsli-Riegel und darüber steht: An alle, die der Hunger aus der Bahn gebracht hat. Ha, ha, ha – wie witzig, das Wortspielchen … aus der Bahn gebracht. Ich will nicht päpstlicher sein als der Papst und humorlos schon gar nicht, aber irgendwie kriege ich die nicht aus dem Kopf, die richtig Hunger haben. Na ja, ich habe auch manchmal so richtig Knast. Ich meine die, keinen Automaten in der Nähe haben und schon gar kein Geldstück, um sich einen Müsliriegel zu holen.

Durch Corona könnten mehr als 100 Millionen Menschen in Hungersnot geraten. Viele haben ihre Arbeit verloren und haben in den armen Ländern keinerlei Einkommen mehr, zudem sind, weil der Handel erschwert ist, die Preise gestiegen und Brot ist nicht mehr bezahlbar. Die Zahl der Hungernden würde auf eine Milliarde anwachsen. Hilfsorganisationen schlagen Alarm. Das Corona-Virus nimmt die Ärmsten der Armen, die kaum sauberes Wasser haben, geschweige denn Seife, von der einen Seite in die Zange, der Hunger von der anderen. Die Hilfsorganisationen rufen zu Spenden auf. Wenn viele diesen Ruf hören, ist die Botschaft ganz einfach. An alle, die der Hunger aus der Bahn gebracht hat: Wir vergessen euch nicht!

In diesem Sinne, uns allen, aber wirklich allen, einen guten Tag,

Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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