Ein gutes Ganzes

Zu beneiden ist er gerade nicht, finde ich. Der Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Die Spitzenpolitiker möglicher Koalitionen geben sich bei ihm gerade die Klinke in die Hand. Weil ja nun eine Lösung her muss für eine Regierungsbildung. Nach dem Scheitern der Jamaika-Idee ist so etwas wie ein luftleerer Raum entstanden. Und nun braucht es frischen Wind, um aus den verschiedenen Möglichkeiten ein gutes Ganzes zu machen. Oder neu zu wählen. Eine Herausforderung.

Ich habe Paulus vor Augen. Das ist ein Mann der Bibel, der auch mal eine zerstrittene Gemeinde wieder auf Kurs musste. Er hat den Leuten damals eine Vision vor Augen geführt, die sehr menschliche Züge hatte: Er hat vom Körper erzählt, mit seinen einzelnen Gliedern. So solltet ihr zusammenhalten, wie euer eigener Körper. Wenn da ein Teil aussteigt, gerät alles durcheinander. Das spürt ihr sofort. Vor allem aber braucht ihr ein Zentrum, eine gemeinsame Richtung. Sonst wird das nichts.
Für die Christen ist dieses Zentrum ihr Glaube an Jesus Christus. Dafür müssen alle Teile brennen, ackern, sich auf ihre Kraft besinnen.

Diese Idee, diese Vision von Paulus finde ich Klasse: Hand und Fuß, Leber und Milz – alle in ihrem Element. Leidet einer, leiden alle. Zusammen sind sie ein gutes Ganzes. Gilt für Regierungen und Familien, für Firmen und für die Kirche.

Ich wünsche Ihnen einen guten Tag. Cornelia Biesecke aus Eisenach.