05.04.2019
Eröffnung Bauhaus-Museum Weimar

Im Mittelalter gab es für den Bau der gotischen Kathedralen „Bauhütten“. Hier haben alle Gewerke zusammengearbeitet, gleichberechtigt. Vor hundert Jahren taucht die Idee wieder auf und gegründet wird in Weimar: das Bauhaus. Malerei, Bildhauerei und Architektur, Kunst und Handwerk sollen zusammenwirken. Kein Dünkel mehr, ein neuer Geist. 14 Jahre später haben die Nazis diesen Aufbruch platt gemacht – zumindest in Deutschland.

Heute wird in Weimar das neue Bauhaus Museum eröffnet. Ab 21 Uhr und das ganze Wochenende heißt es: Eintritt frei – in die Werkstatt und Gedankenwelt des Bauhauses. Es ist mehr als eine Stilrichtung. Die Menschen, die im Bauhaus zusammenkamen, haben sich gefragt: Wie wollen wir leben? Wie wollen wir wohnen? Wie können wir mit weniger mehr erreichen? – Das sind Fragen, die herausdrängen aus der Gemütlichkeit der eigenen vier Wände.

Antworten finden wir erst „mit einem neuen Herz und einem neuen Geist“, so sagt es der Prophet Ezechiel. Wir müssen uns nicht zufrieden geben mit dem Gewohnten und Gewöhnlichen. Mit einem neuen Herz und einem Geist haben die Bauhäusler damals den sozialen Wohnungsbau erfunden. Vom Gewohnten zum Wohnraum, der für alle bezahlbar sind.

Heute gehen in vielen Städten die Mieten durch die Decke und Konzerne beherrschen den Wohnungsmarkt. Vom Bauhaus können wir lernen, dass nicht die Frage „Wie werden wir leben, wenn alles so weitergeht?“, sondern die Frage „Wie wollen wir leben?“ in die Zukunft weißt,

meint Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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