04.04.2019
Landminen

Eine friedlichere Welt, geht das überhaupt? Die Waffenlieferungen von deutschen Rüstungsfirmen an Saudi-Arabien und die Türkei haben im vergangenen Jahr gewaltig zugenommen. Die Bundesregierung hat das durchgewunken, jetzt tritt sie etwas auf die Bremse. Die Saudis drangsalieren den Jemen und die Türkei die Kurden. Man könnte heulen.

Und doch gibt es in all dem Wahnsinn auch Lichtblicke. Einer ist die Ächtung von Landminen. 100 Millionen Minen sind in 70 Ländern verlegt worden. Aber vor zwanzig Jahren hat sich die Staatenfamilie geeinigt und Landminen verboten.

Heute ist der Internationale Tag der Minengefahren und Minenräumung. Der ist auch nötig, denn wenn die Armeen abgezogen sind – noch Jahrzehnte später sind die Minen scharf. Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, können nicht in ihre Heimat zurück. Jährlich werden etwa 8.000 Menschen Opfer von Landminen, werden getötet oder verlieren ein Bein oder einen Arm. Die Hälfte der Opfer sind Kinder.

Das Verbot der Landminen haben zwar die Staaten unterschrieben, aber erkämpft haben es die Zivilgesellschaft, Kirchen und Friedensinitiativen. Das geben selbst Politiker zu.

Wie oft frage ich mich, was diese biblische Vision, Schwerter zu Pflugscharen umzuschmieden, austrägt. Und dann wieder denke ich: Ja, lasst uns träumen von einer Welt ohne Waffen. Von Rüstungskonzernen ist eine solche Vision nicht zu erwarten, von Regierungen meist auch nicht. Aber von den Menschen guten und friedlichen Willens. Und das macht mir Hoffnung.

Einen guten Tag wünscht Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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