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25.10.2023
Frieden - Schalom und Salaam

Schalom und Salaam. Zwei wunderbare Worte, die dasselbe meinen: Frieden. Einmal auf hebräisch, einmal auf arabisch. Zwei Worte, mit denen sich Menschen grüßen, so wie wir vielleicht „Guten Tag“ sagen.

Zwei Worte, die mit einem Mal einen kostbaren Klang bekommen haben. Sie werden nicht einfach so dahingesagt. Sie brennen auf der Seele, weil sie gerade so unerfüllt sind. Im Nahen Osten. So viel ist dort zerbrochen in den vergangenen Tagen. Ja, brüchig war der Frieden immer dort. Aber es gab auch gute Zeiten. Wo man sich grüßte auf der Straße, mit Schalom oder Salaam. Sich einen guten Tag wünschte oder eine gute Nacht.

Doch das ist vorüber. Es herrschen Terror und Krieg. Dabei wird der Frieden so sehr vermisst. Der mehr ist als das Schweigen von Waffen. Schalom und Salaam, das meint Frieden für Leib und Seele, das ist der Wunsch nach einem erfüllten, guten Leben. Es ist auch die Bitte an Gott, solchen Frieden zu schenken. Der ganzen Schöpfung. Allen.

Doch der Frieden wird mit Füßen getreten. Der Terror hat sich Bahn gebrochen.

Wann werden Schalom und Salaam wieder erklingen? Als Gruß, als Bitte, als Wunsch?

Ich fürchte, es wird lange dauern. Doch ich bete darum. Und höre nicht auf, zu hoffen.

Cornelia Biesecke aus Eisenach, evangelische Kirche


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