Friedlicher Wettstreit

Heute Mittag werden die olympischen Winterspiele in Südkorea eröffnet. Vierzehn Sportler aus meinem Thüringer Zuhause sind auch dabei - wie Erik Lesser aus Suhl im Biathlon. Und Dajana Eitberger, die Rodlerin aus Ilmenau. Sie alle hoffen auf Medaillen. Wie alle Sportlerinnen und Sportler, die dort in den nächsten Wochen antreten. Neben den Siegen und Rekorden, den Medaillen und Fotos auf dem Siegertreppchen ist vielen von ihnen aber vor allem wichtig, bei Olympia dabei zu sein. Athleten aus der ganzen Welt kennenzulernen. Und friedlich und fair miteinander im Wettkampf zu sein. Als 1894 die olympischen Spiele neu ins Leben gerufen wurden, war genau das die zentrale Idee:  Sportler aus aller Welt sollten sich treffen und kennenlernen. Und so zu Völkerverständigung und Frieden beitragen. Die zumeist jungen Athleten sollten lieber beim sportlichen Wettkampf ihre Kräfte messen als auf blutigen Schlachtfeldern. Auch heute wäre es schön, wenn die olympischen Winterspiele dem Frieden dienen würden. Und der Freundschaft zwischen Menschen verfeindeter Staaten. Gerade die Menschen im Austragungsland Südkorea könnten das gut gebrauchen: Dass Friede und Verständigung wächst zwischen Nord- und Südkorea. Dass die Spirale von Gewalt und Bedrohung ein Ende findet. Um der Menschen Willen. Das wäre doch mal eine spannende olympische Disziplin für Regierungschefs: Frieden machen. Ich würde jedenfalls gespannt verfolgen, wer da die Medaillen gewinnt.

Einen schönen Tag wünscht Kristina Kühnbaum-Schmidt, Regionalbischöfin der evangelischen Kirche in Meiningen.