Gedenktag für die Solidarität mit den Palästinensern

Heute vor 70 Jahren hat die UNO eine Resolution zur Teilung Palästinas verabschiedet. Deswegen ist heute dieser 29. November Gedenktag für die Solidarität mit dem palästinensischen Volk. Entstehen sollten ein Staat für die israelische Bevölkerung und einer für die arabische. Gegründet aber wurde nur Israel, den Staat für die Palästinenser gibt es bis heute nicht. Mehr noch, seit dem Sechstagekrieg 1967 leben die Palästinenser unter israelischer Besatzung – sie sind entrechtet, Willkür und Apartheid gehören zum Alltag.

Dass es je zwei Staaten nebeneinander geben könnte, daran glaubt kaum noch jemand. Dagegen sprechen die 600.000 israelischen Siedler, die illegal, aber unterstützt von ihrer Regierung im Palästinensergebiet leben. Sie berufen sich darauf, das Land sei ihnen von Gott versprochen worden. Heiliges Land. Das ist es aber auch für Araber und auch für Christen.
Was bitte ist an diesem Heiligen Land noch heilig?

Israel hat das Westjordanland mit einer 700 km langen Mauer eingezäunt. Es gibt einen Ort entlang dieser Grenze, wo den palästinensischen Einwohnern erlaubt ist, ganz offiziell, einfach so, auf der israelischen Seite ihr Land zu bebauen: Battir, nicht weit von Bethlehem. Nun sollte die Mauer dem ein Ende machen. Dagegen wehrt sich die palästinensische Gemeinde, nicht mit Steinen, mit Worten. Es wehrt sich auch der israelische Nachbarort.

Die Mauer – hier jedenfalls ist sie unterbrochen. Das gibt den Blick frei auf heiliges Land. Ist nicht gerade das heiliges Land, auf dem einer den anderen leben lässt,

fragt sich Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.