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05.07.2020
Gottes bunte Wege

Nur eine Zehntelsekunde. So lange brauchen wir, um zu wissen: Den mögen wir, den mögen wir nicht. Eine Zehntelsekunde nimmt sich unser Gehirn, um zu analysieren: wie klingt er, wie ist seine Körpersprache, lächelt er, riecht er gut. Dann wissen wir: Der ist sympathisch. Der nicht.
Es ist nur ein Augenblick.
Und was machen wir mit unserem Eindruck?
Jemanden festnageln? Aussortieren? ‚Der hat hier ausgespielt?‘
Dann unterschätzen wir mal nicht, was Gott mit ihm vorhat!
Es waren einmal zwölf Brüder. Der jüngste war ein bisschen anders. Ein Träumer. So ein Künstlertyp. Einer, der in Bildern spricht. Der passt nicht zu uns, fanden die elf anderen. Der ist nicht bodenständig. Eines Tages haben sie ihn sprichwörtlich verraten und verkauft. In der Fremde war er erstmal ein Niemand. Aber Leute mit Träumen und Visionen sind manchmal wichtig. Also stieg er auf.
Als seine Familie in Not geriet, suchten sie im fremden Land Zuflucht. Ohne es zu wissen, standen sie vor ihm, vor Josef. Er erkennt sie. Er prüft sie. Und dann sagt er: Ihr gedachtet es böse zu machen, Gott gedachte es gut zu machen. Und er hilft ihnen und rettet ihnen das Leben.
Es kann sein, dass unser erster Eindruck sonnenklar sagt: Der passt nicht hierher. Da führt Gott uns Umwege, um zu zeigen: Denk, was du willst, aber richte nicht. Das steht dir nicht zu. Meine Wege sind weit bunter, als du es dir vorstellen kannst.
Einen bunten Sonntag wünscht ihnen Ulrike Greim aus Weimar


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