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11.06.2020
Hebammen der neuen Welt

"Wir erleben das Todesröcheln eines sterbenden Amerikas." So sagt es im Interview der Historiker Eddie Glaude Jr. über die Proteste in den USA. Eine wirtschaftliche und politische Ideologie breche gerade zusammen. Ein Amerika, das von Donald Trump repräsentiert wird. Der Wissenschaftler, selbst Afroamerikaner, ist zornig. Aber er fühlt auch den Wind der Veränderung.
„Während eine alte Welt stirbt, versucht eine neue Welt geboren zu werden,“ sagt er in die Kamera. „Und wir sind die Hebammen.“
Zeit des Umbruchs. Die Vereinigten Staaten erleben heftige Unruhen. Einen Aufstand – diesmal von Schwarzen und Weißen – gegen die Unterdrückung von Schwarzen.

Denn nach wie vor ist deine Hautfarbe relevant, wenn du irgendwo einen Job haben willst oder eine Versicherung abschließen. Es beeinflusst deine Chance auf Ausbildung und dein Risiko, an schweren Krankheiten zu sterben. Deine Haut entscheidet, ob du in der Bahn kontrolliert wirst oder nicht. Oder ob du bei einem Polizeieinsatz erdrosselt wirst.

Allerhöchste Zeit, dass sich was dreht.
Eine andere Welt ist möglich.
Selig sind, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, sagt Jesus. Sie sollen satt werden.

Diese Welt ist möglich, sagt Jesus.
Dein Hunger, dein Durst nach dieser Welt sind deine Kraft.
Dann kannst du auch schwere Geburten begleiten.

Hebamme der neuen Welt sein.
Das werde nicht schmerzlos passieren, sagt Glaude. „Wir steuern durch einen Sturm. Schnallt euch gut an!“
Herrgott im Himmel, lass es ohne Blutvergießen gehen!

Betet Ulrike Greim, Weimar


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