Helfen verlängert das Leben

Menschen helfen einander. Mitunter fragt man sich, woher sie die Zeit und Kraft nehmen, sich auch noch um andere zu kümmern. Wer das von außen betrachtet, schüttelt mitunter den Kopf. Dabei ist, einander zu helfen, gar keine Einbahnstraße. Das lohnt sich.

Mir schreibt eine Familie aus Bad Salzungen, wie sie sich um Flüchtlingsfamilien kümmert, einen Garten besorgt, sie berät, einlädt, einfach für sie da ist. „Wir helfen, wo wir können“, steht in dem Brief. Das schildert die Familie aber nicht wie eine Liste belastender Arbeiten, wo sie am Ende froh ist, wenn sie abgehakt sind. Sie schreiben das mit einer Leichtigkeit, fröhlich – und dankbar. Es scheint so, als koste sie das gar keine Kraft, im Gegenteil. Sie schreiben: „Es ist eine so tiefe Herzlichkeit entstanden, ein großes Glück für beide Seiten.“ Sie schenken ihre Zeit und werden beschenkt.

Auch mit Lebenszeit. Das hat eine Studie in den USA herausgefunden: Wer sich kümmert, lebt länger. Und zwar im Schnitt sage und schreibe vier bis fünf Jahre. Dabei ist es egal, ob es um emotionale Hilfe geht, um Beistand und Gespräche, oder um ganz handfeste Hilfe wie Gartenarbeit oder für jemanden Holzhacken. Es gibt ihn also wirklich, den Gotteslohn. So nennen wir es doch, wenn wir etwas tun, ohne dafür bezahlt zu werden.

Einen guten Tag wünscht Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.