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16.05.2020
Im Nebel

In Zeiten der Krise versinkt manches im Nebel. Alles fühlt sich an wie Wochenende, aber innerlich hat man gar nicht frei. Ziele verschieben sich. Projekte laufen ins Ungewisse. Geschäfte können nicht abgeschlossen werden. Manches fällt gleich ins Wasser. Hotels bleiben leer. Die große Pause.

Was soll das alles, wohin führt das noch? will man da fragen mit Mose im Duett. Mose, der Mann Gottes aus der Bibel. Mit ihm stehen wir in der Wüste. Wir sehen noch nicht, wo das alles endet und ob es gut wird. Aber Gott grummelt. Er schimpft mit Mose und den seinen. Die haben den Nebel nämlich satt. Da spricht Gott aus, was Mose denkt:

Du traust mir also nicht zu, dem Nebel ein Ende zu machen!? Du sollst jetzt sehen, ob sich dir mein Wort erfüllt oder nicht. Sagt es und führt Mose und das Volk durch die Wüste. Hinein in gutes Land.

Gott wird sichtbar im Nebel. Er mutet uns den Nebel zu, sich selbst auch. Er ist ein großer Anfänger. Einer, der gern was wagt, etwas Neues entdeckt, Licht anmachen kann. Sein Geist hat am Anfang der Welt über den Wassern geschwebt, alles ein Nebel. Gott wusste noch gar nicht, was er sich mit uns alles einfängt, aber er hat Ja zu uns gesagt und ist losgegangen mit uns, ins große Ungewisse. Gott, der große Anfänger, Entdecker. Ein Start-Up-Typ.

Er weiß, was Nebel ist und wie sich Ungewissheit anfühlt. Aber er geht trotzdem los mit uns und bahnt uns Wege in unklarer Zeit. Davon erzählt die Bibel von Anfang bis zum Ende. Das ist schön, kraftvoll, voller Mut. Gerade jetzt, in diesen Zeiten, wo so vieles im Nebel liegen, macht mir dieser Gott Mut.

sagt Kristin Jahn, Superintendentin im Kirchenkreis Altenburger Land


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