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17.05.2020
Tansania-Sonntag

Anaweza bedeutet „Gott kann…“ So sagt man in Tansania. Es ist ein Zauberwort dieser Tage. Pfarrerin Christiane Eckert aus Udestedt hat es mir berichtet, und es bewegt mich seither. Gott kann – heilen, Wunder tun oder versorgen. Das sagen sich die Menschen gegenseitig, um sich Mut zu machen. Obwohl man in Tansania ja auch zweifeln könnte, ob Gott kann. Corona ist dort eine Seuche unter vielen. Es gibt Aids, Malaria, Schlafkrankheit und Gelbfieber. Aber Corona macht, dass die Touristen nicht mehr kommen. Und die Schulen sind geschlossen. Das heißt in Tansania, Lehrer und Kinder haben nichts zu essen. Einige Lehrer suchen sich andere Arbeit. Das Land wird zurückgeworfen. Anaweza – Gott kann? Ob er unsere Gebete tatsächlich erhört? Das Gebet des Lehrers Jonas oder der Erzieherin Juliette?
Und was sagt das eigentlich über mich aus, dass ich mir eher diese Frage stelle als die Menschen dort, wo ich doch satt bin und meine Kinder.
Der Präsident von Tansania ruft auf zum gemeinsamen Gebet. Menschen strömen in die Kirche. Ob er nicht lieber zum nötigen Abstand aufrufen sollte? Aber das ist vielleicht auch nur der Einwand eines satten Zweiflers. Pfarrerin Eckert arbeitet für die „Stiftung für Bildung gegen Armut“. Sie tut was. Zumindest das sollte Pflicht sein für jeden Zweifler: Ob Gott kann, mag fraglich sein, aber dass ich kann, steht fest. Vielleicht gefällt es Gott, die Gebete durch mich zu erhören. Meint Pfarrer Gregor Heidbrink aus Apolda.


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