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27.07.2020
Integration

Am 12. Juli gab es im Christlichen Spalatin-Gymnasium in Altenburg die Abiturzeugnisse. Die Abiturienten waren feierlich in die Brüderkirche eingezogen. Unter ihnen auch einige Muslima mit ihrem Kopftuch.

Kurz bevor alle Abiturienten ihr Zeugnis erhielten, ging Abrar ans Mikrofon und hielt noch eine kurze Rede.

„Ich möchte die Chance nutzen,“ sagte sie, „und mich bedanken, dass sie mich so gut aufgenommen haben. Ich möchte mich bedanken bei meinem Lehrer, der mir so gut Deutsch beigebracht hat. Als ich 2016 zu ihnen gekommen bin, konnte ich noch nichts und sie haben mir immer Mut gemacht und gesagt, nicht der Artikel ‚der die das‘ ist wichtig, sondern der Inhalt.

Und ich möchte mich auch bedanken bei meiner Direktorin, die von Anfang gesagt hat, wir tun alles, damit ihr euren Schulabschluss schafft.“

Mir sind die Tränen gekommen bei Abars Rede. Und ich habe einen kleinen Moment lang gedacht, was wäre unserem Land alles verloren gegangen, wenn es nicht solche Schulen gäbe mit Lehrern und einer Direktorin, die den Mut haben zu sagen: Integration, das packen wir an. Abrar – eine von vielen in unsrem Land.

„Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst.“ Das steht in unserer Bibel und das leben wir am Christlichen Spalatin-Gymnasium.

Abrar wird mit dem Abi in der Tasche dieses Land nun mitgestalten können.

Einen schönen Tag wünscht Kristin Jahn

Superintendentin im Kirchenkreis Altenburger Land.


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