26.04.2019
Lebenswandel

Sie werden nicht glauben, was ich mir gekauft habe, sagte mir kürzlich eine junge Frau und strahlte mich bis über beide Ohren an. Ein Rennrad, hab ich gesagt, weil ich wusste, dass sie mindestens eins schon hat und ein echter Fan vom Radsport ist.

Nein, hat sie gesagt. Kein Rennrad, sondern ein Rad mit elektronischem Motor.

Was, habe ich gesagt, Sie und ein Elektrorad!? Das kann doch gar nicht sein!

Naja, meinte sie, ich habe mir gesagt, wenn ich es schaffe, damit auch nur zweimal die Woche auf Arbeit zu fahren, habe ich so viel CO2 gespart. Das ist meine Antwort auf den Klimawandel.

Ja, habe ich gedacht. Es reicht nicht aus, dafür zu sein. Du musst deine Gewohnheiten ändern. Schöpfung bewahren, damit es sie in Zukunft noch gibt.

Das ist alles andere als bequem, aber wenn alles so weiterläuft wie bis jetzt, geht es  bequem ins bittere Ende. Die Leidtragenden werden wir in Deutschland vielleicht gar nicht sein, sondern die weitentfernten Länder.

Schülerinnen und Schüler gehen freitags auf die Straße. Ich hoffe, dass sie uns Erwachsene noch viel mehr wachrütteln. Wir sind in Sachen Klimapolitik einfach zu kindisch und sehen oft nur auf unsere Vorteile. Strampeln statt Gasgeben kann ein Teil der Lösung sein.

Da bin ich gern dabei – Kristin Jahn, Superintendentin im Kirchenkreis Altenburger Land


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