21.04.2019
Ostern

Viele denken ja, Ostern ist ein Frühlingsfest. Es fällt ja auch oft in den Frühling. Aber ich glaube das nicht.

Ostern wird einer umgebracht, stirbt und steht dann wieder auf. So erzählt es die Bibel.

Erst heißt es, wurde Jesus umjubelt wie ein Superstar. Dann haben ihn die Leute fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, weil er sich mit Leuten abgegeben hat, über die hatten viele schon den Stab gebrochen.

Jesus gab sich mit Kranken ab und setzte sich mit Sündern und Räubern an einen Tisch. So viel Hingabe und Mitgefühl war den meisten nicht geheuer. Das wäre heute auch nicht anders. Wer mit Verbrechern feiert, ist meistens auch einer, sagt man dann.

Jesus aber ging es um den Menschen hinter seiner Tat. Er hat sich von Urteilen und Vorurteilen nicht aufhalten lassen. Wenn es hieß, aus dem Typen wird nichts mehr, dann hat er sich auf dem Weg zu ihm gemacht und ihn zurückgeholt in die Gemeinschaft. So war Jesus und das hat vielen nicht gepasst.

Deshalb haben ihn die Leute, die ihn erst bejubelt haben, ans Kreuz gebracht. Jesus starb und wurde begraben. Ein paar haben um ihn getrauert, ihn vermisst. Aber nach drei Tagen war sein Grab auf einmal leer. Der schwere Stein war weggerollt und Jesus erschien leibhaftig den Frauen am Grab und die konnten ihr Glück kaum fassen.

Wer will diesen Jesus auch verstehen, der sich auch vom Tod nicht abhalten lässt, mit Menschen unterwegs zu sein? Der Herr ist auferstanden, der Herr der Menschlichkeit. Das ist die Botschaft von Ostern,

glaubt Kristin Jahn, Superintendentin im Kirchenkreis Altenburger Land


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