20.02.2019
Tag für soziale Gerechtigkeit

Welttag der sozialen Gerechtigkeit – der ist heute und den haben wir nötig. Das Vermögen der Milliardäre ist 2018 um rund zehn Prozent gestiegen, das der ärmeren Hälfte der Menschheit um zehn Prozent gesunken. Natüüürlich gibt es Gründe, warum am besten alles so bleibt, wie es ist. Aber heute ist nun mal nicht der Welttag des Verständnisses für Konzerninteressen, sondern der für soziale Gerechtigkeit.

Die Kluft zwischen Arm und Reich weltweit und in Deutschland schreit so zum Himmel, dass mir dieser Gedenktag ein wenig niedlich vorkommt. Es bräuchte einen Aufschrei, so wie die Propheten in der Bibel das vorgemacht haben. Einer von dem guten Dutzend hieß Amos. Der hat den Reichen Feuer unterm Arsch gemacht. So einen müsste die UNO, die den Tag erfunden hat, losschicken von Wirtschaftsgipfel zu Wirtschaftsgipfel, von Parlament zu Parlament. Der bräuchte nicht einmal einen neuen Text, der von vor 2.700 Jahren hört sich ganz aktuell an:

„Hört dies Wort, ihr fetten Kühe auf dem Berge, die ihr den Geringen Gewalt antut und schindet die Armen. Gott, der Herr hat bei sich geschworen: Niemals werde ich diese Taten vergessen.“ Das auf einem Wirtschaftsgipfel würde bestimmt Eindruck machen. Oder das hier, passt vielleicht zu den Sonntagsreden: „Ich hasse und verachte eure Feste und mag eure Versammlungen nicht riechen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder.“

Und dann seine Vision: „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ Geben wir also die Hoffnung nicht auf. Das wünscht sich

Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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