06.09.2019
Unser täglich Müll ...

Unser täglich Müll … so heißt eine Aktion in Gera. Der Verein Grünes Haus und die Kirchengemeinde wollen zeigen, wie viel Müll die Geraer hinterlassen – und wie Müll vermieden werden kann. Heute Mittag vor dem Stadtmuseum. Einer der Höhepunkte der Aktionswoche zur Bewahrung der Schöpfung.

Unser täglich Müll … Das klingt wie das Gebet: Unser täglich Brot gib uns heute. Unser täglich Müll … lass uns heute vermeiden. Würden wir unsere gelben Tonnen und Säcke, dazu den Restmüll einmal vor’s Haus kippen … wir würden vermutlich erschrecken. Es ist irre, was wir alles nicht zum Leben brauchen. Es ist eben nicht das tägliche Brot. Es ist, was wir zurücklassen, wofür Rohstoffe und Energie draufgegangen sind und was jetzt als Abfall noch einmal die Umwelt belastet.

Was tun? Mehrweg statt Einweg. Und Wasser aus der Leitung braucht gleich gar keine Verpackung. Die Dinge nicht wegwerfen, sondern weitergeben. Alles richtig. Ich bin dabei.

Aber die Politik muss uns auf dem Holzweg auch entgegenkommen. Ein Beispiel: Stündlich fallen in Deutschland 320.000 Kaffee-to go-Becher an, jährlich drei Milliarden. Die müssen entsorgt werden. Aber anstatt das Übel an der Wurzel zu packen, wird ein bisschen rumgejätet. Jetzt sollen Unternehmen, die Einwegprodukte herstellen, dafür zahlen, dass die Kommunen den Dreck wegräumen. Ich nenne das Politik von Angsthasen für Angsthasen. Verbietet doch den Irrsinn endlich: Einwegbecher, Plastiktüten … Traut euch. Und traut uns zu, dass wir da mitgehen. Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Besonnenheit, das sollte uns Mut machen,

findet Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.


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