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11.08.2020
Urlaub mit Autisten

„Corona war eigentlich eine positive Zeit. Was heißt eigentlich. Es war eine schöne Zeit.“ Das meint Stephanie Högel. Sie arbeitet in Rastenberg bei der Stiftung Finneck. Hier leben Kinder und Jugendliche mit Autismus. Klar gab es Schwierigkeiten. „Erklär mal einem Autisten, warum nur noch Montags, Donnerstags und jeden zweiten Freitag Schule ist. So ein Mensch braucht Struktur und Verlässlichkeit.“ Aber man muss das Beste draus machen. Stephanie Högel wirkt sehr fröhlich. Vielleicht bleibt man so positiv eingestellt, wenn man sowieso immer gelernt hat, das Beste aus allem zu machen. Wer mit behinderten Menschen lebt, der lernt das. Der lernt auch, sich an besonderen Begabungen und Gelegenheiten zu freuen. Und mit besonderen Zeiten klar zu kommen. Am Ende der Schulzeit fand der Gottesdienst mal in der Wohngruppe statt. Und eine Mitarbeiterin hat das Segnen übernommen. „Das ist das wichtigste beim Gottesdienst, dass man gesegnet wird.“
Noch sind Ferien angesagt. Auch die verlaufen anders als sonst.
Natürlich geht es wieder in den Nürnberger Zoo, der Delfine wegen. Und am Ende ist Disko. Aber große Shoppingtouren gibt es in diesem Sommer nicht. Masken sind schwierig für die Autisten. „Also lieber Schlauchbootfahren auf der Unstrut. Das ist besser, als drei T-Shirts in einem Einkaufszentrum gekauft.“
Immer das Beste draus, machen. Und das wichtigste ist der Segen. Diese Botschaft freut auch Pfarrer Gregor Heidbrink aus Apolda


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