11.03.2019
Welttag gegen die Zensur im Internet

Das Internet ist eine Gefahr – für Diktatoren und Ausbeuter. Denn im Internet können sich Menschen verbinden und verbünden. Deshalb kontrollieren autoritäre Staaten den Datenverkehr. Das geht gegen alle, die irgendwie stören: Demokraten, Kritiker, Umweltschützer oder Kirchen.
Heute ist der Welttag gegen Zensur im Internet, und ich finde, wir dürfen nicht sagen: Uns geht das nichts an, das ist uns zu kompliziert. Weil wir scheinbar in Freiheit leben.

Gegenwärtig streitet man über Änderungen beim Urheberrecht. Dieser Streit zeigt, dass unsere Freiheit gefährdet ist. Es droht die Einführung technischer Verfahren, sogenannte Uploadfilter. Nur die großen Konzerne können das umsetzen. Die würden dann weiter gestärkt.
Schon jetzt erzeugen die sozialen Netzwerke eine trügerische Wohlfühlatmosphäre, in der jeder mit genau den Nachrichten berieselt wird, die er hören will. Das verengt den Horizont, macht uns blind.

„Kann den ein Blinder einen Blinden führen?“, fragt Jesus. Er erwartet keine Antwort, denn die Antwort ist klar. Das geht nicht. Im schlimmsten Falle hätten beide das trügerische Gefühl: der andere wird mich führen. Und stürzen gemeinsam in die nächste Grube.
Jesus mahnt: Öffnet die Augen. Ich lerne: Unsere Freiheit gibt es nicht umsonst. Wer die Augen verschließt, gar aus Bequemlichkeit, der gibt die Freiheit leichtfertig auf. Mehr Beistand für die Freunde der Freiheit wünscht sich Pfarrer Gregor Heidbrink aus Apolda.

 

 


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