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09.05.2020
Wie lieblich ist der Maien

„Wie lieblich ist der Maien“ - trällere ich lauthals. „Mutter! Du bist peinlich!“ Meine Kinder bedauern schmerzlich, mitgekommen zu sein.

Seit der Zwangspause durch Corona bin ich nämlich eine Wald- und Wiesenläuferin geworden. Der Schrittzähler auf meinem Smartphon bricht alle bisherigen Rekorde. Meistens bin ich alleine unterwegs, aber manchmal kann ich meine Familie zum Mitkommen bewegen.

Ja, es ist ein Kirchenlied, das ich zum besten gebe. Ja, es ist peinlich, wenn die Mutter draußen einfach so singt. Mir ist es egal. Zugegeben, der Liedtext ist schon ein bisschen alt. „Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt, des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht. Die Tier sieht man jetzt springen mit Lust auf grüner Weid. Die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud!“ 17. Jahrhundert halt.

Aber genau so ist es doch gerade. Die Natur platzt aus den Nähten, die Farbe sattgelb ist eigens für den Raps erfunden worden. Und mir geht das Herz dabei auf. Irgendwas Gutes muss dieses blöde Virus doch haben.

Deshalb genieße ich meine Wald- und Wiesenläufe. Raus aus dem Haus. Weg von den Dauernachrichten und Talkrunden über Corona und Co. Kopf und Herz frei kriegen. Dazu gehört für mich auch singen. Die Sorgen sind nicht weg, aber die machen jetzt mal Pause. Und ich sage Gott auf meine Weise danke. Danke für das, was mir gut tut und was ich als sein Geschenk sehe.

Ein gutes Wochenende wünsche ich Ihnen.

Cornelia Biesecke aus Eisenach.


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