12.09.2019
Wochenspruch

Es gibt gute Nachrichten aus Westafrika: Dort sind seit einer Menschen-Generation sechs Millionen Hektar Wald zusätzlich gewachsen, das ist 60mal der Thüringer Wald. Wie das? Vor 35 Jahren hatte ein Mann namens Tony Rinaudo eine Idee: Man könnte aus alten Wurzeln wieder neue Bäume ziehen. Mit ein paar einfachen Kniffs und einem Taschenmesser. Zuerst nannten sie ihn den verrückten weißen Bauern. Dann wurden die Ernten besser und das Klima. Heute trägt Tony Rinaudo den alternativen Nobelpreis. Denn er brachte das Grün zurück und verdrängte die Wüste.

Eigentlich war er damals als christlicher Missionar in das Land gekommen. Noch heute arbeitet Tony Rinaudo für das christliche Hilfswerk World Vision. Da kennt er sicher eine besondere Bibelstelle. Vom Diener Gottes heißt es in der Bibel: „Das Geknickte Rohr zerbricht er nicht.“ Das soll wohl sagen: Der Diener Gottes geht behutsam um, mit dem, was er vorfindet. Und er sieht auch da noch Chancen, wo andere aufgegeben haben.

Wir hören viele schlechte Nachrichten: Über unsere heimischen Fichten, über das Sterben der Olivenbäume in Italien, über Brände in der grünen Lunge. Neben allem Schrecken bin ich umso dankbarer für eine Geschichte, die zeigt, dass es geht. Dass es anders geht. Hoffnung, wo andere aufgegeben haben. Hoffnung ist eine bessere Motivation als Angst. Das geknickte Rohr nicht zerbrechen. Es ist sinnvoll weiterzumachen und nicht aufzugeben. Erzählt von der Hoffnung, bittet Pfarrer Gregor Heidbrink aus Apolda.


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