Wünscht Jerusalem Frieden

Jerusalem. Juden beten dort an der Klagemauer am Fuße des Tempelberges. Genau darüber besuchen Muslime die al-Aqsa-Moschee. Christen gehen auf dem Weg, den Jesus bis zu seinem Tod am Kreuz gegangen ist. Jeder Stein, jede Gasse ist hier aufgeladen mit religiöser Bedeutung. Deswegen so umkämpft. Jerusalem gilt Juden, Muslimen und Christen jeweils als ihre heilige Stadt. Und es fällt schwer zu sehen, dass sie das für die anderen ebenso ist. Umstritten ist auch, zu wem Jerusalem politisch gehört. Israelis und Palästinenser erheben beide den Anspruch, dass Jerusalem ihre Hauptstadt ist. US-Präsident Trump hat erklärt: Für die USA ist Jerusalem die Hauptstadt Israels. Die einen sagen: Es ist richtig, sich so klar an die Seite Israels zu stellen. Andere meinen: Eine solche Parteinahme heizt den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nur noch mehr an. Der Weg zum Frieden wird jetzt noch schwieriger. In der heiligen Schrift, die Christen und Juden teilen, heißt es: „Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll. Wünscht Jerusalem Frieden. Es möge Friede sein in deinen Mauern.“ Das hofft und wünscht in diesen Tagen auch Kristina Kühnbaum-Schmidt, Regionalbischöfin der evangelischen Kirche in Meiningen