PM 100 | 15.06.2005
Friedensdekade startet am 7 November in Altenburg

Friedensdekade in Thüringen startet am 7. November in Altenburg
Ehrung von Friedensgruppen aus Jena, Altenburg, Meiningen und Erfurt

Die 25. ökumenische Friedensdekade steht unter dem Motto „Recht ströme wie Wasser“. Für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen wird der Chef der Thüringer Diakonie, Eberhard Grüneberg, die Friedensdekade am 7. November um 17 Uhr mit einem Gottesdienst in der Altenburger Bartholomäikirche zentral eröffnen. Zehn Tage lang, bis zum Buß- und Bettag am 17. November, versammelt die Friedensdekade Christen in ganz Deutschland für ein Engagement gegen Krieg und Gewalt. In allen 18 Kirchenkreisen und den Gemeinden der Thüringer Landeskirche sind mehr als 100 Veranstaltungen und Friedensgebete geplant.

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Friedensdekade sollen in dem Eröffnungsgottesdienst vier kirchliche Friedensinitiativen für ihr langjähriges Engagement geehrt werden:

Die Gruppe für das Ökumenische Friedensgebet in der Erfurter Lorenzkirche organisiert durchgängig seit 26 Jahren Friedensgebete, zu denen jeden Donnerstag eingeladen wird. Auslöser für das Engagement war die Einführung des Faches „Wehrkunde“ an den DDR-Schulen. 1981 bis 1990 wurde während der Friedensdekaden jeweils rund um die Uhr gebetet und gewacht.

Gewürdigt wird auch der Gesprächskreis für Frieden und Ökologie Meiningen, der sich seit 1982 trifft. Mitglieder des Kreises waren entscheidende Akteure im Wende-Herbst und später Impulsgeber für einen Freundeskreis Asyl und einen Eine-Welt-Verein.

Die Friedensdekade 1987 war die Geburtsstunde des Friedenskreises Altenburg, der bis heute besteht. Die Gruppe hat während der DDR-Zeit das Café „Taubenschlag“ als öffentlichen Gesprächsort betrieben, die Kommunalwahl im Mai 1989 kritisch begleitet und angesichts des drohenden Irak-Krieges Mahnwachen organisiert.

Der seit 1999 bestehende Jenaer Arbeitskreis „Wirtschaft, die dem Leben dient“ ringt um alternative Konzepte für gerechtere Wirtschafts- und Finanzstrukturen. Er hat im vergangenen Jahr die Ausstellung „Segen und Fluch des Geldes“ auf den Weg gebracht.

„Viele Gruppen haben sich vor 1989 in der Evangelischen Kirche gegen die menschenverachtenden Politik des DDR-Staates engagiert. Zu Beginn der 90er Jahre wurde diese Arbeit vielerorts eingestellt, um dann bald festzustellen, wie notwendig das Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und die Schöpfungsbewahrung nach wie vor ist. Heute üben wir während der Friedensdekade den aufrechten Gang gegen die Gewöhnung an militärische Konfliktlösungen und für die Eine und friedliche Welt“, so Wolfgang Geffe, Beauftragter für Friedensarbeit der Thüringer Landeskirche.

Bei Rückfragen:
Wolfgang Geffe, 0361-6537772 oder 0151-15210551


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