PM 155 | 20.10.2011
Kampagne "Klimawandel-Lebenswandel" endet mit Kinderklimatag

Einspar-Ergebnis nicht erreicht, aber trotzdem positives Fazit

Mit einem Kinderklimatag in Erfurt endet heute die Kampagne "Klimawandel-Lebenswandel" der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Vom Beginn des Jahres an galt der Aufruf, den eigenen Lebensstil zu überdenken und zu ändern. Das Ziel einer Mitmach-Aktion, während der Kampagne mit allen Kirchengemeinden, Einrichtungen und Mitgliedern 1.000.000 Kilogramm Kohlendioxid einzusparen, wurde zwar nicht erreicht - das Einspar-Ergebnis beträgt 684.521 Kilogramm Kohlendioxid. Trotzdem ist die EKM zufrieden mit dem Verlauf der Kampagne. Die Resonanz war insgesamt sehr groß, zudem gibt es zahlreiche positive Ergebnisse wie den Bau von Solaranlagen, den Wechsel zu Ökostrom-Anbietern und den Anstoß zu ökologisch wichtigen Lebensstil-Änderungen.

Dazu Landesbischöfin Ilse Junkermann: "Die Nachrichtenlage des Jahres hat der Kampagne recht gegeben: Es ist notwendig, sich gegen den Klimawandel zu engagieren -- die Szenarien geben keine Entwarnung, sondern nehmen an Dramatik zu. Die Resonanz zeigte uns, dass die Menschen davon bewegt sind und sich bewegen wollen. Als Indikator darf der enorme Materialabruf gelten, zudem gab es häufiges Lob für die Aktion. Wir können davon ausgehen, dass die Zahl der Teilnehmer an unserer Mitmach-Aktion viel höher liegt als die der Rückmeldungen. Zudem hörten wir sehr oft, dass unsere Vorschläge bereits umgesetzt werden. Allerdings gibt es auch viele Christen, die sich mit tatsächlichen Änderungen im Lebensstil schwer tun. Sie ebenfalls zu erreichen, wird auch ohne Kampagne eine wichtige Aufgabe unserer Kirche für die nächsten Jahre bleiben."

Die EKM hat während der Kampagne die umweltgerechte Sanierung des Collegium maius als Sitz des neuen Landeskirchenamtes und den Wechsel zu Ökostrom umgesetzt. Außerdem wurde ein Baufonds für Klimaschutzmaßnahmen an kirchlichen Gebäuden eingerichtet, der mit 250.000 Euro jährlich ausgestattet sein soll. Die Mitarbeiter von Einrichtungen verpflichteten sich zum klimafreundlichem Lebenswandel, Kirchengemeinden und Schulen haben Solaranlagen installieren lassen, das Kloster Volkenroda betreibt seit kurzem ein Blockheizkraftwerk (BHKW), es gab Wärmeschutzmaßnahmen an kirchlichen Gebäuden, das Evangelische Zentrum Neudietendorf begann den Zertifizierungsprozess für das Umweltmanagement-Programm "Grüner Hahn", eine Kreissynode rief Kirchengemeinden dazu auf, nur noch Recyclingpapier zu verwenden. Ein weiteres Ergebnis der Kampagne ist der Start der Ausbildung zum Projektentwickler für Energiegenossenschaften durch die Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen.

Die Kampagne war außerdem Anlass für vier evangelische Rundfunkgottesdienste, Info-Stände bei Großveranstaltungen wie dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden, Seminare, Vorträge, Ausstellungen, Kinderbibelwochen, Gemeindefeste, Gesprächsabende, Christenlehrestunden, Gottesdienste, Projekttage an Schulen und Kindergärten, Baum-Pflanzaktionen, Jugendveranstaltungen, Weiterbildungen und Stromwechselpartys.

Das Material zur Kampagne wurde in großen Mengen nachgefragt. Abgerufen wurden etwa 50.000 Gutscheinhefte und 5.000 Arbeitshefte mit Anregungen für ökologisch bewusstes Handeln. Das Kochbuch zur Kampagne "Regional.Vegetarisch.Einfach." mit 70 fleischlosen Rezepten ist bereits in der zweiten Auflage erschienen. Zahlreiche Menschen beteiligten sich an den Mitmach-Aktionen, indem sie beispielsweise damit begannen, Wäsche an der Luft statt im Wäschetrockner zu trocknen, Wasser aus der Leitung statt aus der Flasche zu trinken, ökologisch und regional erzeugte Lebensmittel zu kaufen, fleischlose Freitage einzuführen, seltener Rasen zu mähen und bewusster zu heizen.

Hinweis an die Redaktionen: Im Anhang finden Sie ein Foto vom Kinderklimatag - Kinder aus evangelischen Grundschulen stellen das Wort "Leben" als Zeichen dafür, dass Sie den Schutz der Umwelt und damit verbunden die Sicherung ihrer Zukunft erhoffen. Außerdem finden Sie Presse-Infos mit weiteren Informationen zur Kampagne.






Weitere Informationen im Internet:
www.klimawandel-lebenswandel.de

RÜCKFRAGEN

Annelie Hollmann, 0162-2048755, oder Susanne Sobko, 0162-2048755

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