PM 37 | 17.04.2008
Wittenberg ehrt Bugenhagen

Bürger, Stadtpfarrer, Kirchenpolitiker
Wittenberg ehrt Bugenhagen zum 450. Todestag mit Festgottesdienst

Am 20. April jährt sich zum 450. Mal der Todestag von Johannes Bugenhagen, dem ersten Pfarrer der Reformation an der Wittenberger Stadtkirche St. Marien. Aus diesem Anlass feiert die Wittenberger Stadtkirchengemeinde einen Festgottesdienst (10 Uhr) zum Gedenken an den Freund und Seelsorger Martin Luthers. Die Predigt hält der Landesbischof der Pommerschen Evangelischen Kirche, Hans-Jürgen Abromeit. Im Anschluss an den Gottesdienst findet am Bugenhagen-Denkmal auf dem Kirchplatz ein Festakt statt. Dabei werden der Wittenberger Oberbürgermeister Eckhard Naumann und die dänische Bischöfin Lieselotte Rebel in Grußworten die Verdienste dieses bedeutenden Reformators würdigen.

Aus Anlass des 450. Todestages Bugenhagens beschäftigt sich außerdem die „VIII. Frühjahrstagung zur Wittenberger Reformation“ (19. bis 21. April) mit dem Theologen. Unter dem Thema „Der späte Bugenhagen“ steht das Leben und Wirken in der Spätzeit dieses engen Vertrauten Martin Luthers im Mittelpunkt. Veranstaltet wird diese Tagung zur Wittenberger Reformation vom Institut für Europäische Geschichte Mainz, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, dem Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig sowie der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Wittenberg.

Hintergrund
Johannes Bugenhagen wurde am 24. Juni 1485 in Wollin (Pommern) geboren. Nach seinem Studium in Greifswald wurde er Rektor der Stadtschule in Treptow an der Rega. Dort wurde er auch zum Priester geweiht und Vikar an der Marienkirche. Von Treptow aus kam er zum Studium nach Wittenberg, wo er sich schnell den Ideen Martin Luthers anschloss und mit Vorlesungen über die Psalmen begann. 1523 wurde Bugenhagen zum Pfarrer an der Stadtkirche Wittenberg berufen und später zum Generalsuperintendenten des sächsischen Kurkreises. Der Beichtvater Martin Luthers und Freund Phillipp Melanchthons hatte große Bedeutung für die Verbreitung und Durchsetzung der Reformation in Norddeutschland und in Skandinavien. Bugenhagen schrieb Kirchenordnungen für Braunschweig, Hamburg, Lübeck und Dänemark. Mit ihnen wurde nicht nur der Ablauf der Feier von lutherischen Gottesdiensten geregelt, sondern auch Festlegungen zu sozialen Fragen getroffen.

Rückfragen an: Pfarrer Andreas Volkmann (Stadtkirche Wittenberg), 03491/43244-22


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