Erinnerung an Atombombenabwurf auf Hiroshima | EKD-Friedensbeauftragter: Deutschland soll Atomwaffenverbot beitreten

6. August 1945, 8.15 Uhr. Ein US-amerikanischer Bomber wirft eine Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima. Innerhalb von Sekunden sterben 80.000 Menschen. Ein Großteil von Hiroshima verglüht in einem einzigen Moment.

Das war heute vor genau 73 Jahren. Mit einer Schweigeminute und einem Appell zur atomaren Abrüstung haben die Menschen in Hiroshima heute Morgen japanischer Zeit des Abwurfs der Atombombe auf ihre Stadt gedacht.

Die Hitze der Bombe war so stark, dass die Menschen in der Hitze verdampften, aber der gleißende Blitz der Explosion brannte ihre Schatten in die Mauern ein. Da war von dem Mann auf einer Leiter nur noch sein Schattenriss zu sehen, wie er einen Pinsel in einen Farbtopf taucht – er selbst wurde ausradiert. Die britische Popgruppe Wishful Thinking schrieb dazu später ein Lied, das zum Hit wurde: „Hiroshima“. Die Puhdys sangen es auf Deutsch (https://www.youtube.com/watch?v=4eA5fPfQTlA).

Doch bis heute ist die nukleare Gefahr nicht gebannt. Erst im Juni bekannte sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump zwar zum Ziel der Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Konkrete Verpflichtungen ging er nicht ein.

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bundesregierung aufgefordert, der 2017 geschlossenen UN-Vereinbarung über ein Atomwaffenverbot beizutreten. Noch immer setze die deutsche Regierung auf den Atomwaffensperrvertrag und die damit verbundene Verpflichtung zur atomaren Abrüstung, kritisierte Brahms bei einer Mahnwache zu den Jahrestagen der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki auf dem Bremer Marktplatz. Doch dieser Prozess sei nach Ende des Kalten Krieges zum Erliegen gekommen. (Den ganzen Artikel gibt es hier: https://www.ekd.de/ekd-friedensbeauftragter-deutschland-atomwaffenverbot-36662.htm)

„Gott will, dass wir Menschen unsere Konflikte friedlich miteinander lösen“, sagt Pfarrerin Renate Höppner in ihrem „Angedacht“ im MDR. „Mehr Waffen und mehr Rüstungsausgaben schaffen nicht mehr Sicherheit. Das ist Illusion. Frieden muss jeden Tag neu gelebt werden“: https://www.mdr.de/mdr-sachsen-anhalt/podcast/angedacht/audio-787214.html

Und auch Pfarrerin Angela Fuhrmann hat das Gedenken an Hiroshima aufgenommen in ihre "Gedanken zur Nacht": https://www.ekmd.de/glaube/radio-andachten/gedanken-zur-nacht-mdr-thueringen/kerzen-und-gebete.html