17.09.2021
Klima: Christians for Future fordern mehr Engagement der Kirchen

Berlin (epd). Die Christians for Future (C4F) fordern von den Kirchen mehr Engagement gegen die Klimakrise.

In einem am Donnerstag unter anderem an den Berliner Bischof Christian Stäblein übergebenen Forderungspapier appellieren die Klimaktivistinnen und -aktivisten an die Kirchenleitung, sich mit den klimapolitischen Positionen der Kirche lauter in die gesellschaftliche Debatte einzubringen.

Zudem fordern sie in dem Zwölf-Punkte-Papier, dass alle Landeskirchen und Bistümer bis 2030 Klimaneutralität anstreben. Bislang will beispielsweise die Berliner Landeskirche ihre Emissionen bis 2050 auf Null senken.

Auch sollen Kirchen ihr Kapitalvermögen nicht mehr in Kohle-, Gas- und Öl-Unternehmen investieren, lautet eine weitere Forderung. Angemahnt wird ein innerkirchlicher Bewusstseinswandel. Die Themen Klimakrise und Klimagerechtigkeit sollten stärker in der pastoralen und Bildungsarbeit und in der Liturgie verankert werden.

„Weltweite Klimagerechtigkeit bestimmt kirchliches Handeln seit Langem“, sagte der Bischof bei der Entgegennahme des Forderungspapiers im Berliner Konsistorium: „Dafür machen wir uns gesellschaftlich stark, auch am 24. September beim Klimastreik von Fridays for Future.“

Das Umweltbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unterstütze Gemeinden und Kirchenkreise bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen zum Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung. Der Besuch sei aber Anstoß, „uns noch eindringlicher für Klima und Umwelt einzusetzen“, sagte Stäblein. Die Christians for Future verstehen sich als Teil der globalen For-Future-Bewegung.

Eine kleine Delegation von Christians for Future übergab auch EKM-Landesbischof Friedrich Kramer gestern in Magdeburg den Forderungskatalog.

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