16.09.2020
Landesbischof Friedrich Kramer in den Vorstand der ACK gewählt: "Ökumene seit Kindertagen das Normale"

Landesbischof Friedrich Kramer ist neues Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK). Die heute tagende ACK-Mitgliederversammlung wählte den 55-jährigen in das fünfköpfige Gremium.

Kramer folgt im Vorstand als Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf Bischof em. Prof. Dr. Martin Hein, der im September 2019 in den Ruhestand gegangen war und bereits zuvor angekündigt hatte, in diesem Jahr auch aus dem Vorstand der ACK auszuscheiden. Als neues stellvertretendes Mitglied für die Deutsche Bischofskonferenz ist der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier in den ACK-Vorstand gewählt worden. Er folgt auf Bischof Dr. Georg Bätzing, der seit März 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist und daher für die Vorstandsaufgabe nicht mehr zur Verfügung steht.

Landesbischof Kramer sagte anlässlich seiner Wahl: „Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir mit der Wahl entgegengebracht worden ist, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Für mich als ostdeutschen Bischof ist die Ökumene seit Kindertagen das Normale: Gemeinsam in der Minderheit Christus bekennen.“ Die ACK in Deutschland stehe für das Gemeinsame über die christlichen Konfessionsgrenzen hinweg und für die Begegnung untereinander. Vor den christlichen Kirchen lägen große Aufgaben. Dafür brauche es „gegenseitige Offenheit und Austausch. Wir dürfen nicht müde werden, in die Gesellschaft hineinzuwirken und uns miteinander einzusetzen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung und für einen respektvollen Umgang mit allen Gläubigen“, so Landesbischof Kramer.

Die Mitgliederversammlung tagt aufgrund der Hygieneschutzmaßnahmen erstmals digital, die Beratungen der Delegierten aus den Mitgliedskirchen sind bis zum Abend angesetzt.

Hintergrund:
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland repräsentiert etwa 50 Millionen Christinnen und Christen in Deutschland, ihr gehören 17 Kirchen an, weitere acht Kirchen sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der 1948 gegründeten ACK sind die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das gemeinsame Gebet und der Kontakt zu anderen ökumenischen Organisationen. Die ACK gestaltet dazu unter anderem den jährlichen zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, sie richtet den ökumenischen Tag der Schöpfung am ersten Freitag im September aus, und auch die Vergabe des Ökumenepreises der ACK liegt in ihren Händen.

Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die Mitgliederversammlung, die in der Regel zweimal im Jahr zusammenkommt. Alle drei Jahre wählt die Mitgliederversammlung den Vorstand der ACK. Derzeit ist Erzpriester Radu Constantin Miron Vorsitzender. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, genannt „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. 

Weitere Informationen: www.oekumene-ack.de


 

 


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