Sachsen beschließt erweiterte Maskenpflicht

Dresden (epd). Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt in Sachsen ab Mittwoch eine erweiterte Maskenpflicht auf Supermarktparkplätzen und vor Schulen und Kitas.

Dies hat das sächsische Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Landesgesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in Dresden sagte. Die Maßnahme wird demnach in der Allgemeinverfügung Hygiene festgeschrieben und online veröffentlicht.

Darüber hinaus wird es laut Köpping zunächst keine Änderung der sächsischen Corona-Schutzverordnung geben. Man werde erst das für kommende Woche geplante neuerliche Treffen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) abwarten, erklärte Köpping.

Laut Köpping hat sich die Zahl der Corona-Infizierten im Freistaat von Montag auf Dienstag um 860 erhöht, auch zwei Todesfälle kamen hinzu. 1.551 Covid-19-Patienten werden aktuell in einem sächsischen Krankenhaus behandelt, 307 davon auf einer Intensivstation.

Die Lage sei weiter ernst, erklärte Köpping. Die seit Anfang November geltenden, verschärften Maßnahmen zeigten "nach wie vor noch keine durchschlagende und deutliche Wirkung, wie wir sie uns eigentlich erhofft haben". Einzelne Krankenhäuser seien bereits an ihrer Belastungsgrenze.

Der Freistaat prüfe aktuell, "inwieweit Menschen über 75 und mit Vorerkrankungen eine FFP2-Maske zu einem sehr günstigen Preis erhalten können", erklärte Köpping weiter. Zudem empfehle die Landesregierung älteren Menschen dringend, auf nicht notwendige Fahrten im öffentlichen Nahverkehr zu verzichten. Zudem solle die präventive Beratung für Pflegeeinrichtungen verbessert werden.



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