Evangelische Dorfkirche

Die Rohrberger Kirche ist eine spätromanische Dorfkirche in Rohrberg im Altmarkkreis Salzwedel im Nordwesten Sachsen-Anhalts. Sie ist eine Station an der Straße der Romanik und befindet sich im Zentrum Rohrbergs inmitten eines Friedhofs.



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baujahr: ca. 1175
  • Baustile: Romanisch
  • Besonderheiten: Romanisches Taufbecken, Kanzel von 1691 mit reichem Schnitzwerk (ausdrucksstarken Mosefigur), Bronzeglocke von 1337 mit einzigartiger Ritzzeichnung des Gießers: "ego sum hermannus" (Ich bin Hermann), Nachträgliche bauliche Veränderungen
  • Öffnungszeiten Sommer: Mitte März bis Ende Oktober (10:00 Uhr bis 18:00 Uhr)
  • Öffnungszeiten Winter: auf Anfrage

Profil


Toilette - Im Umkreis von 100m finden Sie eine öffentliche Toilette. Straße der Romanik - Wir gehören zur "Straße der Romanik". verlässlich geöffnet - Wir führen das Signet "Verlässlich geöffnete Kirche". Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Bibel zur Lektüre - Bei uns liegt eine Bibel zur Lektüre aus. Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an.

Beschreibung


In der Rohrberger Kirche spiegeln sich mehrere Jahrhunderte regionaler Kunstgeschichte wider.

Die ehemals rein spätromanische Kirche wurde um 1175 fertiggestellt. Der Westturm erinnert mit seinen Ausmaßen und den schmalen ursprünglichen Fenstern an einen Wehrturm. An den Turm schloss sich das flach gedeckte Kirchenschiff mit rechteckigem Chor und halbrunder Apsis an. Bei einer Visitation 1880 wurde die Kirche als zu klein befunden. So erhielt Langhaus und Chor 1884 einen kreuzförmigen Ausbau.

Der Taufstein mit kelchförmigem Oberteil, auf einem Würfelkapitell ruhend, stammt aus romanischer Zeit.
Bemerkenswert ist zudem eine Bronzeglocke von 1337, auf der sich in einzigartiger Weise der Gießer mit einer Ritzzeichnung und der Inschrift „ego sum hermannus“ (ich bin Hermann) verewigt hat.

Ein gut erhaltenes spätgotisches Sakramentshäuschen befindet sich neben dem Apsisbogen. Die Nische ist mit einer sandsteinernen Kielbogeneinfassung mit Fialen und Kraben geschmückt.

Die mit reichem Schnitzwerk geschmückte Kanzel ist 1691 datiert. Der Korb wird von einer ausdrucksstarken Mosefigur getragen.

Um 1700 entstand das Altarbild. Von Palmwedeln und Akanthus gerahmt, ist die Taufe Jesu in zeitgenössischer Weise dargestellt.

Die Emporenbilder aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeigen Szenen aus der Passion Jesu und sind in die, 1884 neu erstellte, Empore eingelassen.

Die im Jahre 1886 erbaute Orgel, deren Prospekt erhalten werden konnte, wurde 1989 durch ein Instrument der Orgelbaufirma Nußbücker im südlichen Kreuzanbau ersetzt.
Die Rohrberger Kirche gehört auf der „Straße der Romanik“ zu den wenigen dörflichen Feldsteinkirchen, die als Anlaufpunkt erwähnt werden.