27.01.2021
Kirchenmusik

Derzeit sind Proben von Chören und Posaunenchören nicht gestattet. Sobald die Landesregelungen das Singen und Musizieren von Gruppen zulassen, gilt:
Ein höheres Infektionsrisiko beim Singen ist nachgewiesen; die teilweise drastischen Befürchtungen bei den Posaunenchören haben sich nicht bewahrheitet. Gleichzeitig wird weiter intensiv über die Verbreitung der Infektion per Schwebeteilchen/Aerosole diskutiert. Einschränkungen ergeben sich daraus wiederum besonders für das Singen und die Chorarbeit.

Die Verordnung in Sachsen-Anhalt sieht für Chöre einen Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Singenden vor, in den anderen Bundesländern und Instrumentalgruppen sind die Vorgaben der VBG zu beachten. Abstände von 2 Metern zwischen den Aktiven und von mindestens 3 Metern zu den Zuhörern werden in der Regel als ausreichend angesehen. Es wird deshalb für Proben folgendes Vorgehen empfohlen: Das Infektionsschutzkonzept wird zu Grunde gelegt, auf die Räume angewendet und ergänzt um die berufsspezifischen Maßgaben (Verwaltungsberufsgenossenschaft, Landesverbände der Musikschulen). Die Propsteikantoren stehen für eine Vernetzung und Beratung zur Verfügung. Beispiele für die Erstellung von Hygienekonzepten sind unter https://www.kirchenmusik-ekm.de/ und https://www.posaunenwerk-ekm.de/nachrichten/aktuelles/aktuelle-coronaregelungen.html zu finden.

Für Kinderchöre gelten die Regelungen für Erwachsenenchöre. Zusätzlich ist das Einverständnis der Eltern per Unterschrift einzuholen und eine Belehrung über das Infektionsschutzkonzept nachzuweisen.

Regelungen der Länder:

Sachsen-Anhalt: Proben von Chören und Instrumentalgruppen sind nicht gestattet (siehe Musikschulen § 4 Abs. 3 Nr. 22). Kleine Besetzungen und Kantorengesang in Gottesdiensten sind möglich, in allen Fällen ist ein darauf angepasstes Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG notwendig. Reine Konzertveranstaltungen sind angesichts der verfügten Schließung der Konzerthäuser nicht zulässig.

Thüringen: Das gemeinsame Singen von Liedern durch die Gottesdienstgemeinde ist nach § 6 Abs. 3 der Sonderverordnung untersagt. Kantorengesang ist – selbstverständlich unter Wahrung der notwendigen Abstände – davon nicht erfasst.

Sachsen: Proben von Chören und Instrumentalgruppen sind nicht gestattet. Der Auftritt kleiner Besetzungen in Gottesdiensten ist nicht verboten, in allen Fällen ist ein angepasstes Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG notwendig.

Brandenburg: Chor-, Flötenkreis- und Posaunenchorproben sind auf dem Hintergrund von § 20 Abs. 2 nicht möglich. Konzerte sind nicht möglich.



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