11.05.2021
Kirchenmusik

Derzeit sind Proben von Chören und Posaunenchören nicht gestattet. Sobald die Landesregelungen das Singen und Musizieren von Gruppen zulassen, gilt:
Ein höheres Infektionsrisiko beim Singen ist nachgewiesen; die teilweise drastischen Befürchtungen bei den Posaunenchören haben sich nicht bewahrheitet. Gleichzeitig wird weiter intensiv über die Verbreitung der Infektion per Schwebeteilchen/Aerosole diskutiert. Einschränkungen ergeben sich daraus wiederum besonders für das Singen und die Chorarbeit.

Die Verordnung in Sachsen-Anhalt sieht für Chöre einen Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Singenden vor, in den anderen Bundesländern und Instrumentalgruppen sind die Vorgaben der VBG zu beachten. Abstände von 2 Metern zwischen den Aktiven und von mindestens 3 Metern zu den Zuhörern werden in der Regel als ausreichend angesehen. Es wird deshalb für Proben folgendes Vorgehen empfohlen: Das Infektionsschutzkonzept wird zu Grunde gelegt, auf die Räume angewendet und ergänzt um die berufsspezifischen Maßgaben (Verwaltungsberufsgenossenschaft, Landesverbände der Musikschulen). Die Propsteikantoren stehen für eine Vernetzung und Beratung zur Verfügung. Beispiele für die Erstellung von Hygienekonzepten sind unter https://www.kirchenmusik-ekm.de/ und https://www.posaunenwerk-ekm.de/nachrichten/aktuelles/aktuelle-coronaregelungen.html zu finden.

Für Kinderchöre gelten die Regelungen für Erwachsenenchöre. Zusätzlich ist das Einverständnis der Eltern per Unterschrift einzuholen und eine Belehrung über das Infektionsschutzkonzept nachzuweisen.

Regelungen der Länder:

Sachsen-Anhalt: Proben von Chören und Instrumentalgruppen (Blasinstrumente) sind nicht gestattet (siehe Musikschulen § 4 Abs. 3 Nr. 19 und Abs. 4 Nr. 7i). Einzelunterricht ist nach § 4 Abs. 4 Nr. 7i) möglich. Kleine Besetzungen und Kantorengesang in Gottesdiensten sind möglich, in allen Fällen ist ein darauf angepasstes Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG notwendig.

Reine Konzertveranstaltungen sind angesichts der verfügten Schließung der Konzerthäuser nicht zulässig. Nach § 4 Abs. 5 wären bei einem Inzidenzwert unter 100 (s. § 18) Konzertveranstaltungen im Freien mit bis zu 100 Personen möglich. Voraussetzung zur Teilnahme ist ein negativer Test, soweit nicht von der Testpflicht befreit wurde.

Thüringen: Das gemeinsame Singen von Liedern durch die Gottesdienstgemeinde ist nach § 6 Abs. 3 der Sonderverordnung untersagt, in Räumen und im Freien. Kantorengesang ist – selbstverständlich unter Wahrung der notwendigen Abstände – davon nicht erfasst.

Sachsen: Der Gemeindegesang ist generell für alle Gottesdienste in Räumen und im Freien verboten. Proben von Chören und Instrumentalgruppen sind nicht gestattet. Der Auftritt kleiner Besetzungen in Gottesdiensten ist nicht verboten, in allen Fällen ist ein angepasstes Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG notwendig.

Brandenburg: Der Gemeindegesang ist in Innenräumen verboten, aber im Freien möglich. Chor-, Flötenkreis- und Posaunenchorproben sind auf dem Hintergrund von § 20 Abs. 2 nicht bzw. nur als Einzelproben möglich. Konzerte sind nicht möglich.



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