15.07.2021
Kirchenmusik

Regelungen der Länder:

Sachsen-Anhalt:

Instrumentalgruppen (auch Blasinstrumente) dürfen unter Einhaltung eines Mindestabstands von mindestens 1,5 Metern (die VBG empfiehlt 2 Meter) proben (§ 5 Abs. 1). Proben und Konzerte von Chören sind gestattet. Es ist ein Abstand von mindestens 2 Metern (die VBG empfiehlt 3 Meter) zwischen den Singenden einzuhalten. Die Zahl der Teilnehmenden ist nicht beschränkt, soweit sie sich nicht aus der Größe des Raumes und den einzuhaltenden Abständen ergeben. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Testung mit negativem Testergebnis und das Führen eines Anwesenheitsnachweises. In Anwendung der Regelungen für Bildungseinrichtungen (§ 5 Abs. 3) entfällt bei Gruppen bis 10 Personen zuzüglich Chorleiter die Testpflicht und der Anwesenheitsnachweis. Dabei werden Genesene und Geimpfte nicht mitgerechnet.

Chöre und Posaunenchöre können entsprechend den Regelungen für Konzerte in Gottesdiensten in geschlossenen Räumen ohne Einschränkung der Teilnehmenden mitwirken, soweit genügend Platz zur Einhaltung der Abstandsregeln vorhanden ist. In allen Fällen ist ein darauf angepasstes Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG notwendig. Reine Konzertveranstaltungen sind nach § 6 mit bis zu 500 Personen, im Freien mit bis zu 1000 Personen möglich, vorausgesetzt die Abstandsregeln lassen diese Zahlen im Raum oder auf der Fläche überhaupt zu. Voraussetzung zur Teilnahme ist ein negativer Test, soweit nicht von der Testpflicht befreit wurde und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Vollständig geimpfte und genesene Personen werden nicht mitgerechnet. Ein Anwesenheitsnachweis ist erforderlich. Großveranstaltungen mit mehr als 500/1000 Teilnehmern sind unter den näheren Maßgaben des § 6 Abs. 4 möglich. Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 35 an zehn aufeinanderfolgenden Tagen, kann der Landkreis die Testpflicht bei Proben, Konzert- und anderen Kulturveranstaltungen (vgl. § 16 Abs. 3) durch eigene Rechtsverordnung aufheben.

 

Thüringen:

Musik- und Gesangsunterricht, Chor- und Orchesterproben sind möglich. Die Vorgaben der VBG sind zu beachten. Eine Kontaktnachverfolgung nach § 3 Abs. 4 ist gemäß § 12 Nr. 2 erforderlich, soweit in geschlossen Räumen unterrichtet/geprobt wird. Bei Chor- und Orchesterproben in geschlossenen Räumen verlangt § 13 Nr. 2 eine vorherige Testung. Vollständig geimpfte und genesene Personen können ohne Test teilnehmen

Gemeindegesang ist nach § 16 Abs. 3 Nr. 1 bei Überschreitung des Inzidenzwertes von 100 weiterhin untersagt. Kantorengesang ist – selbstverständlich unter Wahrung der notwendigen Abstände – davon nicht erfasst. Unterschreitet der Inzidenzwert den Wert 100, ist Gemeindegesang im Freien (mit Maske!) zulässig. Unterhalb des Inzidenzwertes von 35 ist auch in Innenräumen Gemeindegesang möglich und im Freien kann auf die Maske (bei Wahrung der Abstände) verzichtet werden.

Konzerte (in Unterscheidung zur „musikalischen Andacht“, die § 15 Nr. 2 unterfällt) und andere Veranstaltungen in Kirchen, die sich nicht als religiösen Zwecken dienende Veranstaltung nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 einordnen lassen (bspw. öffentliche Diskussionsveranstaltungen), sind sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien möglich. Sie sind damit „öffentliche, frei oder gegen Entgelt zugängliche Veranstaltungen“ nach § 14 Abs. 1. Nach § 12 Nr. 9 ist bei Nutzung geschlossener Räume die Kontaktnachverfolgung gemäß § 3 Abs. 4 erforderlich. Außerdem sind sie mindestens fünf Werktage vor Veranstaltungsbeginn dem Gesundheitsamt des Landkreises anzuzeigen. Erleichterungen bei dieser Anzeigepflicht können ggf. vom Kirchenkreis mit dem Gesundheitsamt abgesprochen werden. Das Gesundheitsministerium veröffentlicht unter https://www.tmasgff.de/covid-19/schutzkonzepte empfehlende Hinweise zur Durchführung von Veranstaltungen in Form von „Branchenregelungen“.

Weitergehende Verbote und Voraussetzungen können von den örtlichen Behörden erlassen werden. Diese sind vor Ort zu klären

 

Sachsen:

Kirchenmusikalischer Einzelunterricht ist nach den in § 28 Abs. 2 genannten näheren Maßgaben bei einer Inzidenz unter 165 möglich. Chor- und Orchesterproben sind nach § 18 Abs. 4 bei einer Inzidenz unter 100 möglich, sofern die Kontaktnachverfolgung nach § 6 durchgeführt wird und ein tagesaktueller Test vorgelegt wird. Vergleichbares ergibt sich, qualifiziert man die Probe als Musikunterricht gemäß § 28 Abs. 3, der auf die Voraussetzungen nach § 28 Abs. 2 verweist. Unterschreitet die Inzidenz den Wert 35 entfällt die Testpflicht. Der Auftritt musikalischer Besetzungen in Gottesdiensten ist bei einem angepassten Infektionsschutzkonzept auf Basis der Rundverfügung und den Maßgaben der VBG möglich. Konzerte sind gemäß § 18 Abs. 2 bei einer Inzidenz unter 100 unter den dort genannten Voraussetzungen möglich, vergleichbar zu Veranstaltungen in Theatern usw. Unterschreitet die Inzidenz den Wert 35 entfällt die Testpflicht, sofern der Mindestabstand eingehalten wird

 

Brandenburg:

Chor-, Flötenkreis- und Posaunenchorproben in geschlossenen Räumen sind gemäß § 19 gestattet, wenn ein Testnachweis vorgelegt werden kann und ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten wird. Konzerte sind entsprechend § 18 Abs. 2 möglich. Die Voraussetzungen der Regelung (insbesondere individuelles Hygienekonzept, Kontaktdatenerfassung, Testungen und Masken in Innenräumen) sind einzuhalten.



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